Jörg F. Müller / DRK

Sonnenstich

Die längere direkte Sonneneinstrahlung auf dünn oder unbehaarten Kopf führt zur Reizung der Hirnhaut, die im Allgemeinen "Sonnenstich" genannt wird. Dabei sind besonders Kleinkinder gefährdet. Häufige Ursache eines Sonnenstichs ist bei diesen die geringe Kopfbehaarung, die dünne Schädeldecke und die offene Fontanelle (Fontanellen sind Knochenlücken am kindlichen Schädel).

Vor allem Kleinkinder bekommen nach längerem Sonnenaufenthalt hohes Fieber, welches häufig erst nach längerer Zeit auftritt. Ein Sonnenstich ist jedoch auch bei Erwachsenen möglich. Gefährdet sind insbesondere Erwachsene mit geringem Haarwuchs.

Was sind die Symptome bei einem Sonnenstich?

  • Kopfschmerzen und Nackenschmerzen bzw. Nackensteifigkeit
  • Schwindel
  • hochroter, heißer Kopf
  • kühle Körperhaut
  • Unruhe
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bewusstseinsschwund

Bestehende Gefahr:

  • Bewusstlosigkeit

Erste Hilfe Maßnahmen beim Sonnenstich

  • Den Betroffenen aus der direkten Sonne holen und an einen kühlen Ort bringen
  • Seinen Oberkörper erhöht lagern und seinen Kopf mit nassen Tüchern kühlen
  • Wiederholte Kontrolle von Bewusstsein, Atmung, Lebenszeichen durchführen
  • Bei Bewusstsein sollte dem Betroffenen Flüssigkeit zugeführt werden
  • Im akuten Fall den Notruf 112 tätigen

Sonnenstich vorbeugen

  • Dauer der Sonneneinwirkung begrenzen.
  • Lange Aufenthalte in der Sonne soweit es geht zur Mittagszeit vermeiden.
  • Kopf- und Nackenbedeckung verwenden.
  • Säuglinge und Kleinkinder generell nicht ohne Kopfbedeckung der direkten Sonneneinwirkung aussetzen.

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